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Las Vegas | Soofa ist ein gut finanziertes Start-up aus Boston das antritt DooH und Smart City zusammenzubringen. Nachhaltig, Smart und Social – eine interessante aber anspruchsvolle Strategie als Alternative zu Highbrightness-Displays.

In Las Vegas erwartet der europäische (Fach-)Besucher LED und viel Show. Umso überraschter waren wir, als wir am Straßenrand in Downtown Las Vegas eine neue Form von DooH entdeckten die so gar nicht zum Glitzer und Glimmer der Spielermetropole zu passen scheint. Stark in der Wirkung, nachhaltig im Betrieb und irgendwie ein totales Kontrastprogramm zur Sin City Las Vegas.

Die Rückseite der Soofa-Stelen kann beklebt werden (Foto: invidis)
Die Rückseite der Soofa-Stelen kann beklebt werden (Foto: invidis)

Soofa entwickelt, betriebt und vermarktet DooH-Stelen mit Photovoltaik-Zellen im Leichtbau. Anstelle von sonnenlichttauglichen LCD-Displays setzt das ausschließlich von Frauen gegründete Startup auf 42“ eInk-Displays. Das Konzept ist ein bewusster Gegenentwurf zu den digitalen Touchpoints von JCDecaux, Ströer & Co. Größter Vorteil: Die Installation erfolgt mit nur vier Bodenschrauben und die autarke Stromversorgung erfolgt über Solarzellen die nicht nur das eInk-Display sondern auch das Mobilfunkmodem versorgen. Laut Soofa benötigt die Installation nur 30 Minuten, da keinerlei aufwändige Erdbauarbeiten notwendig sind.

Natürlich liefert das eInk Display mit 42“ nur eine limitierte Werbefläche und ist zurzeit auch nur Monochrome verfügbar. Soofa betreibt zur Zeit DooH-Netzwerke in drei US-Städte (Boston, Atlanta, Las Vegas und bald auch in Miami). Typischerweise stehen die Soofa-Stelen in hochfrequenten Fußgängerlagen sowie an Bushaltestellen.

Das Content-Konzept setzt an Bushaltestellen auf Splitscreen – ¾ der Fläche Werbung plus im unteren Bereich standort-relevante Informationen. Der Werbereich ist quadratisch (2160 x 2160 px) und somit optimal für Instagram-Style Kampagnen geeignet. Im Informationsbereich (untere 25%) werden abhängig vom Standort ÖPNV-Abfahrtszeiten, Rideshare Informationen (Uber etc), öffentliche Bekanntmachungen und Veranstaltungsinformationen angezeigt.

In Fußgängerzonen steht alternativ das ganze Display wechselweise für Werbung und Informationen zur Verfügung. Motive werden alle 2 Minuten gewechselt. Die Macher von Soofa – Harvard und MIT-Absolventen – sehen die größte Nachfrage bei der Verlängerung von Social Media Kampagnen in den öffentlichen Raum.

Angefangen hat Soofa 2015 mit einer Smart City Sitzbank mit Solarzellen, die es Bürger erlaubt ihre mobilen Geräte nachhaltig aufzuladen. Selbst Ex-Präsident Barak Obama outete sich als der Fan. Nun fokussiert man sich Alternativlösungen zu kostspieligen Smart City Lösungen wie Link NYC anzubieten.

invidis Kommentar:

Uns gefällt der frische Ansatz: Im positiven Marketingsprech der Gründer: „Ein interaktive Kommunikationsplattform die von Städten und Bürgern geliebt wird. Soofa soll eine Social Media Plattform für den öffentlichen Raum sein oder ein modernes Schwarzes Brett für die Nachbarschaft das den Bürgern eine Stimme gibt.“

Vieles spricht auf den ersten Blick gegen den Erfolg eines monochromen eInk Netzwerks. Doch die unschlagbar günstigen Installationskosten und die Nutzung der Screens auch für Bürger haben einen gewissen Charme. Plattformen wie Soofa werden nicht klassische LCD-basierte DooH-Netzwerke ersetzen, aber durchaus ergänzen.

Soofa nutzt ein eigenes CMS und eine eigene App für Bürger (Foto: Soofa)
Soofa nutzt ein eigenes CMS und eine eigene App für Bürger (Foto: Soofa)
DooH und ÖPNV-Informationen (Foto Soofa)
DooH und ÖPNV-Informationen (Foto Soofa)
In nur 30 Minuten ist eine Stele installiert - vier Schrauben reichen (Foto: Soofa)
In nur 30 Minuten ist eine Stele installiert – vier Schrauben reichen (Foto: Soofa)
2014: Präsident Obama und Soofa-CEO Sandra Richter auf der Soofa Bank im Garten des Weißen Hauses (Foto: Soofa)
2014: Präsident Obama und Soofa-CEO Sandra Richter auf der Soofa Bank im Garten des Weißen Hauses (Foto: Soofa)

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