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Das National Space Centre (NSC) betreibt Großbritanniens größtes Planetarium. Neue Laserprojektoren überlisten dabei physikalische Gesetze. Mit Video.

Seit 2001 ist im britischen Leicester das National Space Centre beheimatet. Wie vergleichbare Institutionen setzt man auf einen Mix aus der Ausstellung realer Raumfahrzeuge und weiterer Wissensvermittlung. Wer etwa wissen will, warum es auf der MIR schon mal einen Sherry gab, welches alkoholische Getränk bereits auf dem Mond gebechert wurde, auf welchem Planeten eine irdische Brauerei gerne ihr Bier ausschenken will und warum es auf der ISS nix Alkoholisches gibt, ist hier genau richtig (oder auch im sehr lesenswerten Museums-Blog).

Wen das nicht interessiert, der kommt vielleicht ins NSC um eine waschechte Sojus-Raumkapsel oder Raketen wie die britische Blue Streak oder eine Thor zu bestaunen – oder er möchte in UKs größtes Planetarium, das Sir Patrick Moore Planetarium.

Letzteres verfügt über eine fast 20 Jahre alte Projektionsfläche und suchte neue Projektoren. Dabei mussten die örtlichen Gegebenheiten beziehungsweise bei Planetarien und anderen Einsätzen mit stark gewölbten Projektionsflächen berücksichtigt werden. Aufgrund der Krümmung der Projektionsfläche mussten ungewollte Effekte wie Cross Bounce (Kreuzreflektionen, die wiederum auf den erreichbaren Kontrast Auswirkungen haben) beseitigt werden – business as usual.

Besonderheit bei diesem Planetarium: Die zu nutzende Projektionsfläche ist im Vergleich zu der in vielen anderen Planetarien besonders hell, respektive reflektierend. Genutzt wird eine Hellraumleinwand. Die führt bei der Nutzung in einem dunklen Raum – wie im vorliegenden Fall – simpel gesagt, zu besonders immersiven optischen Erlebnissen. Denn die Leinwand ermöglicht besonders kontrastreiche und farbige Projektionen – muss dafür aber mit sehr starken Lichtquellen bespielt werden. Entscheidend ist besonders die Farbhelligkeit.

Die Wahl fiel deshalb auf helle Laserprojektoren. Genutzt werden 13x ProAV-Projektoren des Typs LU9915 von Hersteller BenQ. Zwei Ringe aus jeweils 6 DLP-Projektoren plus eine weitere Einheit im Zentrum wurden installiert. Das Edge Blending erfolgt sowohl mechanisch wie elektronisch.

Mit der 2018 abgeschlossenen Installation kann das Planetarium naturwissenschaftliche Phänomene nun besonders exakt und optisch außergewöhnlich ansprechend abbilden.

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