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Mega-Projekt in der Schweiz: Derzeit rollt Coop insgesamt 1 Million Electronic Shelf Labels in 80 Filialen aus. Welche Lösung genutzt wird und wer als Integrator auftritt, erfahren Sie hier.

Im Schweizer Einzelhandel tut sich was – nämlich bei Retailer Coop. Der hat auch in der Vergangenheit Offenheit für Digitalisierung sowie Bewegtbildkommunikation und Verwandtes am Point of Sale bewiesen. Und das Thema Digitalisierung behandelt er seit einiger Zeit auch gebündelt auf Vorstandsebene (vgl. Links am Ende des Artikels).

Landesweit setzte die Coop-Gruppe im Jahr 2018 insgesamt 30,7 Milliarden Schweizer Franken um (umgerechnet derzeit etwa 27 Milliarden Euro), etwa 5% mehr als in der Vorjahresperiode. Der Einzelhandelsbereich – Detailhandel in der Schweiz – wuchs dabei um 1,9 % auf 17,7 Milliarden CHF (15,57 Mrd. EUR). Jetzt werden elektronische Preisschilder eingesetzt, die bei dem in mehreren Schritten erfolgenden Roll-out implementiert und integriert werden sollen.

Denn Coop wird 1 Million ESL installieren. Zum Vergleich: Beim bislang weltweit größten bekannten Roll-out der Technologie wurden in allen etwa 1.000 europäischen Filialen von Media Markt und Saturn 10 Millionen ESL installiert.

Damit kann man von einem Mega-Roll-out der ESL-Technologie für die Schweiz sprechen – zugleich einem großen aktuellen IoT-Projekt.

Der LEH-Riese setzt auf Electronic Shelf Labels der neuesten Generation (Foto: Coop)
Der LEH-Riese setzt auf Electronic Shelf Labels der neuesten Generation (Foto: Coop)

Der Roll-out erfolgt schrittweise und beginnt mit der Implementierung von rund 1 Million ESLs vom Typ VUSION des Herstellers SES-imagotag auf den kompletten Flächen inklusive Tiefkühlsortimente in 80 Verkaufsstellen. Der größte Teil des Projektes soll Ende März 2019 abgeschlossen sein.

Damit wird Coop die modernste ESL-Technologie nutzen, die SES-imagotag im Portfolio hat. Für den Hersteller selbst ein sehr bedeutendes Projekt. Nach Angaben des börsennotierten Dienstleisters hat damit zum ersten Mal ein Einzelhändler dieser Größenordnung für die gelben e-Paper ESL optiert.

Das Handelsunternehmen entschied sich nach einer detaillierten Evaluierungsphase für die Lösung. „Die Anbindung von VUSION an unser eigenes ERP-System garantiert Effizienz und Schnelligkeit bei der umfangreichen Einführung von ESLs in unseren Filialen”, sagt Danny Schilawa, IT-Leiter Warenwirtschaft bei Coop.

Interessant an dem Projekt: Bei dem Roll-out arbeitet Coop ohne externen Integrator, antwortet das Handelsunternehmen auf eine Anfrage unserer Redaktion.

Die Filiallandschaft bei Coop besteht aus einem Mix aus großen wie kleinen Stores: Der LEH-Retailer betreibt das dichteste Filialnetz der Schweiz mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 1,9 Million m². Zum Verkaufsstellen-Netz von Coop zählen Supermärkte ab 30 m² ebenso wie Megastores mit über 8.000 m². Hinzu kommen Formate wie Coop-City-Warenhäuser an kundenfreundlichen Lagen, Bau+Hobby-Märkte inkl. Gartencenter, Coop-Vitality-Apotheken, Coop-Restaurants und vieles mehr.

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