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In Darmstadt werden Straßenlaternen mit Sensoren ausgestattet. Smart Lighting soll Verkehrsflüsse optimieren, Staus vermeiden und anonyme Verhaltensmuster an Bushaltestellen messen. Großes Potential für DooH-Analytics.

Die Kooperationspartner Vodafone, ICE Gateway und die Digitalstadt Darmstadt starten in Darmstadt den Betrieb von intelligenten Straßenlaternen (Smart Lighting), um Energie zu sparen, Verkehrsströme zu optimieren und Staus in der Innenstadt zu vermeiden. Straßenlaternen rund um das Darmstädter Residenzschloss werden dafür mit speziellen Sensoren ausgestattet. Die intelligenten Straßenlaternen sind mit Lärm- und einem CO2-Sensor ausgestattet. Weitere Sensoren registrieren die Anzahl der Fußgänger, der Radfahrer und der vorbeifahrenden Autos – ohne personenbezogene Daten zu erheben. Gleichzeitig geben die Sensoren auch Auskunft darüber, wie lang ein Verkehrsteilnehmer sich beispielsweise im Bereich der Haltestelle aufhält.

Die erfassten Daten werden im an eine Analyseplattform weitergeleitet und dort ausgewertet. Auf Basis dieser Informationen sollen in Zukunft Verkehrsflüsse optimiert und Staus vermieden werden. Eine Analyse der Daten wäre insbesondere auch für DooH/Out of Home Anbieter sehr interessant.

„Um die lokale Umwelt zu schützen und das globale Klima zu schonen, wollen wir den Ressourcen-Verbrauch bedarfs- und umweltgerecht gestalten. Dazu benötigen wir Umweltdaten, die wir direkt in unsere Planungs- und Entscheidungsprozesse einbeziehen und mit denen wir die Luftqualität in der ganzen Stadt in Echtzeit überwachen können“, so José David Da Torre Suárez, Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt. „Smart Lighting ist ein wichtiges Projekt mit dem wir als Digitalstadt Darmstadt Mobilität und Nachhaltigkeit optimal vereinen.“

Smart Lighting soll Verkehrsfluss in Darmstadt optimieren (Foto: Vodafone)
Smart Lighting soll Verkehrsfluss in Darmstadt optimieren (Foto: Vodafone)

Per Mobilfunk werden die Daten an eine zentrale Analyse-Plattform von ICE Gateway übertragen. „Im Internet der Dinge lernen Straßenlaternen sprechen. Sie melden per Mobilfunk regelmäßig die erfassten Sensordaten an die zentrale Analyse-Plattform. Das kann den Verkehrsfluss optimieren und Stau verhindern“, so Marie-Louise Bruch, Head of IoT Deutschland bei Vodafone. Aus den analysierten Daten lassen sich zukünftig neue Handlungsmaßnahmen ableiten, die zu einer Reduzierung von Treibhausgasen und Stickoxidemissionen in der Innenstadt und zur Vermeidung von Stau beitragen können.

Das Projekt wird noch in diesem Jahr ausgeweitet: Die Digitalstadt Darmstadt plant rund um die Schlossumfahrung weitere Straßenlaternen mit der Sensorik auszustatten

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