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Diese Installation ist ein Weltrekord und eine beachtliche Leistung: An fünf Punkten in bis zu 3.000 Metern Höhe installierten die Zermatt Bergbahnen extrem hochauflösende LED-Panoramawalls. Die Installation löst die bisherige, LCD-basierte, ab. Mit Video.

Im Sommer sowie im Winter 2018 ließen die Zermatt Bergbahnen neue LED-Screens in Außenbereichen installieren, die der Information der Wintersportler und Skifahrer dienen. Ist dieses Projekt für sich schon außergewöhnlich genug, zeigt es zudem, wie Auftraggeber kontinuierlich auf moderne Signage-Systeme setzen. Denn bereits vor fünf Jahren setzten Zermatt Bergbahnen auf ein vergleichbares System auf Basis von LCD-Screens. Mit den neuen LED-Screens wurden nun die bisherigen Installationen ersetzt (dazu vgl. den Link in der Mitte dieses Textes). Ein tolles Beispiel für Kontinuität und Weiterentwicklung.

Das Housing stammt aus Deutschland, die LED-Module aus den USA (Foto: Richnerstutz)
Das Housing stammt aus Deutschland, die LED-Module aus den USA (Foto: Richnerstutz)

An zwei Talstationen sowie an drei Punkten in bis zu 3.000 Metern Höhe ließen die Zermatt Bergbahnen nun die LED-Powerwalls installieren. Diese informieren die Kunden über ein nutzerfreundliches Gästeleitsystem mit einer Live-Panoramakarte, Webcams, Meteodaten, Informationen zum Pisten- und Anlagenstatus sowie aktuellen Warnmeldungen im Skigebiet – alles in vier Sprachen. Mehrere bekannte Branchenspezialisten trugen zum Erfolg dieses Projekts bei: Hersteller der genutzten LED-Walls ist SiliconCore Technology aus den USA; die schwierige Aufgabe der Integration und Installation erledigte Richnerstutz, als Softwarelieferant zeichnet netvico verantwortlich – und beim Housing wurde Know-how von Vangenhassend eingesetzt. Und, na klar, ohne Helikopter wäre diese Installation so nicht umsetzbar gewesen; Air Zermatt sorgte dafür, dass Ladung und Team heil oben ankamen.

Case Study: Digitaler Gipfel – Zermatt Bergbahnen

Nachdem bereits im Juni dieses Jahres in Zermatt je eine LED-Panorama-Wall an den Talstationen Sunnegga-Rothorn und Matterhorn glacier paradise installiert wurde, folgten von Mitte Oktober bis November 2018 die Montage und Instandsetzung dreier weiterer Exemplare für die Standorte Blauherd, Gifthittli und Trockener Steg. Die insgesamt fünf Panorama-Walls komplettieren das bestehende Gästeleitsystem aus zahlreichen Doppel-Displays und ermöglichen eine standortspezifische und digitale Information der Gäste.

Keine andere Installation weltweit bietet so hochauflösende LED-Panels im Outdoorbereich mit 1,9 mm Pixel Pitch und einer Helligkeit bis 4.000 cd/m². Das ermöglicht eine sehr gute Lesbarkeit auch aus kürzester Distanz. Die Leuchtstärke der LEDs wird dabei automatisch an die Umgebungshelligkeit angepasst. Nachts schaltet sich das System in den Standby-Modus. „Das vollklimatisierte Gehäuse kompensiert sowohl die Eigenwärme der LEDs im Betrieb als auch stärkste Klimaschwankungen von -20 bis +55 °Celsius. Weitere Vorteile sind die ausgefeilte Sensorik und die automatische Fernüberwachung, womit die Klimatisierung auch jederzeit aus der Ferne aktiv gesteuert werden kann,“ sagt Dirk Vangenhassend, Geschäftsführer der Vangenhassend GmbH, die das Gehäuse der Walls entwickelte und herstellte.

Informationen in vier Sprachen stehen zur Verfügung (Foto: Richnerstutz)
Informationen in vier Sprachen stehen zur Verfügung (Foto: Richnerstutz)

Die Installationen sind nicht nur ein Hingucker, sondern auch von Nutzen. Durch die intuitive Handhabung können individuelle Warnmeldungen in Sekundenschnelle geschaltet werden. Möglich macht dies die Software „PlayEverywhere“ von Richnerstutz‘ Partner netvico. „Die Panorama-Walls stellen auf einem Screen diverse Bereiche mit unterschiedlichen Inhalten dar. Diese können sowohl manuell wie auch vollautomatisch gespeist werden. Das ist einzigartig“, sagt Joachim Götz, Head of Marketing bei netvico.

Da sieht man auch beim Kunden so. „Die intelligente Software ermöglicht es uns, wichtige Informationen und Warnmeldungen schnell und gezielt an den Gast zu bringen. Gleichzeitig können wir diese Informationen automatisch auf weiteren Kommunikationskanälen wie unserer Skiguide Zermatt App oder dem beliebten SMS-Infodienst streuen. Ein Gewinn in jeder Hinsicht: Während uns dies intern viel Aufwand und Zeit spart, freuen sich unsere Gäste, immer topinformiert zu sein“, sagt Sandra Stockinger, Leiterin Marketing und Verkauf der Zermatt Bergbahnen AG.

Die letzte Meile wurde per Helikopter absolviert (Foto: Richnerstutz)
Die letzte Meile wurde per Helikopter absolviert (Foto: Richnerstutz)

Die Montage selbst war wohl nicht weniger beispiellos als die LED-Panorama-Walls an sich (vgl. Video am Ende des Textes): Die extremen Umgebungsbedingungen – die Höhen waren beträchtlich, die Temperaturen kalt und der Wind frisch – forderten einerseits eine hochkomplexe Logistik per Schiff, LKW und Spezialhelikopter, andererseits einen außergewöhnlichen Einsatz des Teams.

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