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Nach dem gerade abgelaufenen Geschäftsjahr bei Osram kündigt das Unternehmen eine weitere Ausrichtung auf Digitalisierung und Zukunftsmärkte an.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich Osram trotz konjunktureller Herausforderungen und einem schwierigen Marktumfeld behauptet und seinen Umsatz auf vergleichbarer Basis leicht gesteigert. Der Konzern will sich künftig noch stärker auf Photonik und damit optische Technologien über Beleuchtung hinaus fokussieren.

Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Portfolio- und Währungseffekte, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 2% auf über 4,1 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge erreichte 14,7 %. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA wurde von der Eintrübung der Konjunktur, insbesondere in der Automobilwirtschaft belastet und betrug 605 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern summierte sich auf 142 Millionen Euro.

Osram wird sich nach eigenen Angaben künftig noch gezielter auf Digitalisierung und Zukunftsmärkte konzentrieren. Der Vorstand hat entsprechend eine Neuausrichtung seiner Geschäftsbereiche beschlossen, die nun den Schwerpunkt auf optische Halbleiter, Automobil und digitale Anwendungen haben.

Weiterhin setzt der Konzern wie zuletzt mit den Übernahmen des VCSEL-Spezialisten für optische Identifikationstechnik, Vixar sowie einem der weltweit führenden Anbieter für smartes Pflanzenlicht, Fluence Bioengineering, auf Zukunftsmärkte.

Der Vorstand hat mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2018/19 folgende neue Struktur der Geschäfte beschlossen:

  • Automotive (AM): Als Marktführer stattet die Sparte die Autoindustrie in der Erstausrüstung und im Aftermarket-Geschäft mit LED-Komponenten, mit innovativer Lasertechnologie, sowie mit Produkten auf Basis traditioneller Technologien aus. Von der neuen Tochtergesellschaft Advanced Smart Lighting (Osram Continental GmbH) werden kundenspezifische Lichtsysteme angeboten und sie richtet damit ihr Produktportfolio konsequent auf die Digitalisierung aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz der Einheit AM pro-forma auf 1,9 Milliarden Euro
  • Digital (DI): Die starke installierte Basis ermöglicht einen guten globalen Kundenzugang für den künftigen Aufbau des Geschäfts mit intelligenten digitalen Lichtmanagementsystemen sowie Cloud- und IoT-Lösungen. Zudem finden sich hier Geschäfte, die stark wachsende Zukunftsmärkte adressieren, unter anderem der Bereich Smart Farming. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Umsatz des Segments pro-forma 917 Millionen Euro betragen.Die Verkaufsprozesse des Leuchtengeschäfts (Siteco) und des US-Servicegeschäfts schreiten laut Unternehmensangaben unterdessen gut voran.
  • Opto Semiconductors (OS): Das Segment bleibt das technologische Rückgrat von Osram. Mit einer hohen Forschungs- und Entwicklungsquote ist OS seit Jahren einer der Technologieführer im Bereich optische Halbleiter. Die OS-Technologie bildet in zahlreichen Fällen die Grundlage für das Produktportfolio der Schwestersegmente AM und DI. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz des Segments auf 1,7 Milliarden Euro.

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